St. Florian, Schutzheiliger der Feuerwehrleute

In Österreich und im südlichen Teil Deutschlands sieht man an den vielen katholischen Häusern das Bild eines römischen Offiziers mit Helm und Fahne, ein Wassergefäß in der Hand, womit er das Feuer eines brennenden Hauses löscht. Es ist der Hl. Florian, der besonders als Patron in Feuersgefahr und Wassernot vom gläubigen Volke verehrt wird.

Der Hl. Märtyrer soll in dem kleinen Dorf Zeiselmauer in der Nähe von Wien geboren sein. Er lebte nach seiner Soldatenzeit als römischer Beamter (Kanzleivorsteher) vor rund 1600 Jahren im heutigen St. Polten (Österreich).

Zur Zeit der unter Diokletian erneut ausbrechenden Christenverfolgung erging auch der kaiserliche Befehl zur grausamen Verfolgung an dem Vorgesetzten von Florian, an Statthalter Aquilinus. Dieser ließ darauf überall in seinem Bezirk die Christen aufspüren und gefangen nehmen. Da die meisten nicht zum Abfall zu bewegen waren, warteten schon vierzig Gläubige - darunter viele Soldaten - in den Gefängnissen auf ihren sicheren Tod. Florian hörte von der Einkerkerung der Soldaten und machte sich auf, ihnen beizustehen. Auf dem Weg stieß er auf einen Trupp Söldner, die man ausgesandt hatte, weitere Christen zu fangen und vor den Statthalter zu führen. Florian bekannte sich ihnen gegenüber als Christ.